Profite des Krieges Krieg ist ein gutes Geschäft — Rüstungsaktien und die Konfliktprämie
Wenn Kriege beginnen, steigen Rüstungsaktien – die Beziehung ist so direkt, dass Analysten den Aktienkurs von Lockheed Martin als "ein Barometer für geopolitische Spannungen" ["a barometer of geopolitical tensions"] bezeichnen. In den Tagen nach dem Angriff vom 7. Oktober 2023 verzeichneten Raytheon (RTX), Lockheed (LMT) und Northrop Grumman (NOC) ihre stärksten Zuwächse seit Jahren. Die Aktie von Lockheed verdoppelte sich im Laufe des dreijährigen Russland-Ukraine-Krieges fast, und das Unternehmen meldete 2024 Rekordgewinne. Bis Q3 2025 erhöhten sowohl Lockheed als auch Raytheon ihre Gewinnprognosen und verwiesen auf die "steigende Nachfrage nach Waffen aufgrund von Konflikten im Nahen Osten und einem langwierigen Russland-Ukraine-Krieg" ["surging demand for arms..."]; allein Lockheed gewann einen Pentagon-Vertrag über 12,5 Milliarden US-Dollar für 296 F-35-Jets. Das "Costs of War"-Projekt der Brown University dokumentiert die Kehrseite: die öffentlichen Gelder, die in die andere Richtung fließen, mit Pentagon-Verträgen an eine Handvoll Firmen, die für den Zeitraum 2020–2024 nachverfolgt wurden. Die strukturelle Tatsache, die dieser Eintrag festhält: Dieselben Ereignisse, die massenhaften zivilen Tod verursachen, produzieren Aktiengewinne, und der Anreiz verläuft entsprechend.