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GERICHTSURTEIL

Gerichtsurteil · ICTY + IGH Srebrenica 1995 — Völkermord in einer UN-"Schutzzone"

Im Juli 1995, während des Bosnienkrieges, überrannten bosnisch-serbische Streitkräfte (die VRS) die Stadt Srebrenica – eine von der UN ausgewiesene "Schutzzone" ["safe area"] – und ermordeten innerhalb von etwa drei Tagen zwischen 7.000 und 8.000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen, begruben sie in Massengräbern, die später wieder ausgehoben und verstreut wurden, um das Verbrechen zu vertuschen. Es ist die schlimmste Gräueltat auf europäischem Boden seit dem Holocaust. Höchste Beweisstufe, bestätigt von zwei internationalen Gerichten. Im Jahr 2001 verurteilte [convicted] der ICTY General Radislav Krstić wegen Völkermords; seine Berufungskammer bestätigte die Feststellung des Völkermords [upheld the genocide finding] im Jahr 2004 und urteilte [ruling], dass die Morde in der Absicht begangen wurden, die Gruppe teilweise zu zerstören. Sechzehn Personen, darunter Ratko Mladić und Radovan Karadžić, wurden letztendlich wegen der Verbrechen von Srebrenica verurteilt [convicted]. Dann urteilte [ruled] der Internationale Gerichtshof (IGH) im Jahr 2007 – im ersten Völkermordfall zwischen Staaten –, dass das Massaker von Srebrenica Völkermord darstellte. Eine präzise Anmerkung, die der IGH selbst machte: Er stellte Völkermord nur in Srebrenica fest, nicht im gesamten Bosnienkrieg, da die für Völkermord erforderliche spezifische Absicht dort eindeutig belegt war [conclusively established] und andernorts nicht. Diese Präzision ist ein Teil dessen, warum das Urteil Bestand hat.

Quellen zuletzt geprüft: 2026-06-02
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