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UNTERSUCHUNG / BERICHT

Studie · 2024 Spaltung — Desinformation und der deutsche Informationsraum

Desinformation wird in Deutschland weithin als Werkzeug erkannt, um die Gesellschaft zu spalten und von echten Problemen abzulenken. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2024 ("Verunsicherte Öffentlichkeit") ergab [found], dass 84 % der Deutschen bewusst verbreitete Online-Fehlinformationen als große Bedrohung ansehen und 81 % sie als Gefahr für Demokratie und sozialen Zusammenhalt betrachten – wobei Migration, Klima, Krieg und Gesundheit als die am stärksten ins Visier genommenen Themen markiert werden. Der Landschaftsbericht des EU DisinfoLab kartiert die wiederkehrenden Narrative: Angriffe auf die Grünen und die Klimapolitik, Anti-Flüchtlings-Framing sowie Falschmeldungen, die das Vertrauen in Wahlen und Mainstream-Medien untergraben. Eine bemerkenswerte Nuance: Während die Deutschen Desinformation überwiegend als Bedrohung ansehen, denken 70 %, dass es ein Problem für andere Leute ist, und nur 16 % halten sich selbst für gefährdet – der blinde Fleck, der Manipulation effektiv macht. Als 200.000 Bürger nach Lösungen gefragt wurden, waren ihre Hauptforderungen Medienkompetenz und eine klare Trennung von Fakten und redaktioneller Meinung in der Berichterstattung.

Quellen zuletzt geprüft: 2026-06-02
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