Untersuchung · 2026 Weltmeisterschaft 2026 — Dynamische Preisgestaltung und das 11.000-Dollar-Ticket
Für die Weltmeisterschaft 2026 (USA/Kanada/Mexiko) führte die FIFA unter Gianni Infantino zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers eine vollständig algorithmische "dynamische Preisgestaltung" ["dynamic pricing"] ein – sie nannte es "variable Preisgestaltung" ["variable pricing"], obwohl es auf dasselbe hinausläuft: Die Preise steigen, wenn die Nachfrage steigt. Ein Schreiben des Kongresses dokumentierte Preiserhöhungen bei ~90 von 104 Spielen – im Durchschnitt um 34 %+ in sechs Monaten –, wobei die besten Finalplätze von etwa 6.700 US-Dollar auf fast 11.000 US-Dollar kletterten, ein Sprung von ~588 % gegenüber dem höchsten Nennwert in Katar 2022. Die FIFA betrieb auch Ticketschwarzhandel mit ihren eigenen Tickets: Auf ihrer allerersten hauseigenen Wiederverkaufsplattform nahm sie bei jeder Transaktion einen Anteil von beiden Seiten – etwa 15 % vom Verkäufer und 15 % vom Käufer, ~30 % insgesamt –, wobei einige Finaltickets für über 2 Millionen US-Dollar gelistet wurden, während die Finalplätze der "Front Category" die Marke von 30.000 US-Dollar überschritten. Die Generalstaatsanwälte von New York und New Jersey leiteten eine Untersuchung wegen künstlich erzeugter Verknappung und Beschwerden über Sitzplatzumbuchungen ein. Nach weltweitem Gegenwind fügte die FIFA 60-Dollar-Tickets für Fans der teilnehmenden Nationen hinzu. Infantinos Antwort auf ein gemeldetes 2-Millionen-Dollar-Ticket: das scherzhafte Angebot, persönlich einen Hotdog vorbeizubringen. Zum Kontrast: Die günstigsten Gruppenphasen-Tickets in Katar 2022 kosteten pauschal 11 US-Dollar.