Greenpeace-Bericht Davos — Über das Klima belehren, mit dem Privatjet anreisen
Jeden Januar versammelt das World Economic Forum die globale Elite in Davos, um über Klima und Ungleichheit zu diskutieren – und jeden Januar fliegen rund 1.000 Privatjets ein, um dies zu tun. Eine Analyse von Greenpeace International (durch das Beratungsunternehmen CE Delft) ergab [found], dass Privatflüge, die Davos während des Forums 2022 anflogen, ~9.700 Tonnen CO2 emittierten, was den normalen Privatjet-Verkehr für diese Woche vervierfachte – äquivalent dazu, ~350.000 Autos auf die Straße zu bringen. Fast die Hälfte der Flüge legte weniger als 900 km zurück; Davos hat einen vollkommen intakten Bahnhof in 21 km Entfernung. Das WEF verweist auf Sustainable Aviation Fuel (SAF), aber SAF macht weniger als 0,1 % des weltweiten Flugkraftstoffs aus – was Kritiker als Greenwashing bezeichnen. Wie Greenpeace es ausdrückte: Da 80 % der Menschheit noch nie geflogen sind, aber die Klimafolgen tragen, ist die jährliche Jet-Bonanza eine "Meisterklasse der Heuchelei" ["masterclass in hypocrisy"]. Der Zugang selbst ist beschränkt: Partner-Badges kosten Berichten zufolge bis in die Hunderttausende von Franken.