Gerichtsurteil + Berichte Der Waffenhandel — Westliche Waffen im Jemen
Seit die von Saudi-Arabien geführte Koalition 2015 in den Jemen-Krieg eingriff, haben die USA und Großbritannien die Bomben geliefert. Allein Großbritannien hat schätzungsweise Waffen im Wert von 23 Milliarden US-Dollar geliefert – Paveway-Lenkbomben, Typhoon- und Tornado-Jets, Brimstone- und Storm-Shadow-Raketen, von denen die britische Regierung eingestanden hat, dass sie im Jemen eingesetzt wurden. Das Yemen Data Project schreibt Luftangriffen der Koalition, die Häuser, Krankenhäuser, Schulen, Märkte und einen Schulbus trafen, mindestens 8.983 zivile Todesopfer zu. Im Jahr 2019 urteilte das britische Berufungsgericht (UK Court of Appeal), dass die Regierung rechtswidrig [unlawfully] gehandelt habe, indem sie diese Verkäufe genehmigte, ohne Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht angemessen zu prüfen – ordnete jedoch keinen Stopp der Exporte an, und die Verkäufe wurden 2020 wieder aufgenommen. Amnesty International merkt an, dass die US-amerikanischen und britischen Waffentransfers an Saudi-Arabien die Hilfsgelder, welche dieselben Regierungen in den Jemen schickten, bei Weitem überstiegen. Ein dokumentierter Fall, in dem Profit und Mitschuld dem Gesetz vorauslaufen.